Psychologe empfiehlt partnerin

Der Patient sitzt bequem in einem Relaxsessel und schaut einfach Film oder Animation auf dem Monitor zu. Dieses liebt es, neue Informationen auszuwerten und Muster zu erkennen. Damit verändert es sich und verbessert seine Steuerungsfähigkeit. Der Lerneffekt kommt von selbst. Diplom-Psychologe Iven Pechmann aus Berlin will Reaktionsmuster durchbrechen, an die sich das Gehirn gewöhnt hat.

Er arbeitet mit der Methode des ILF-Neurofeedbacks — es funktioniert etwa bei ADHS, aber auch Spitzensportler kommen zu ihm. Beim ILF-Neurofeedback gibt es keine Sollwerte, sondern wir visualisieren dem Gehirn einen spezifischen Teil seiner Tätigkeit. Es geht darin etwa um Migräne, Stimmungsschwankungen, epileptische Anfälle, Probleme mit der Konzentration, Schlafstörungen und so weiter.

Die Methode ist eine Individualtherapie, und ich entscheide anhand der Symptome vor jeder Stunde, wie weitergearbeitet wird. Entwickelt hat diese Technik mit Nutzung der besonders tiefen ILF-Frequenzen das kalifornische Forscherpaar Susan und Siegfried Othmer. Mittlerweile ist diese Methode auch in Deutschland angekommen. Neben Patienten mit Stresskrankheiten kommen auch völlig gesunde Klienten zu mir.

Auch psychische Traumata sind ein Anwendungsfeld. Da ist jemand als Kind vielleicht sechs Wochen im Krankenhaus gewesen, das Sicherheitserleben wurde dadurch seit damals fundamental gestört. Das steckt manchmal noch Jahrzehnte später in den Menschen. Das Nervensystem ist dauerhaft alarmiert, kommt kaum zur Ruhe. Mit dem ILF-Neurofeedback zeigen wir dem Gehirn: Du darfst dich beruhigen, die Gefahr ist vorbei.

Und dann können wir doch oftmals etwas daran verändern. Das ist gefährlich. Also habe ich das erfunden. Ich helfe den Menschen, sich etwas unabhängiger zu machen von einer Partnerschaft. Manche finden, ich sei unromantisch. Ich finde aber, das Gegenteil ist wahr. Sie bietet in Berlin ein Coaching gegen Herzschmerz an. Aber es wird ihn oder sie nicht mehr aus der Bahn werfen. Die Kultur hilft uns nicht gerade.

Liebe auf den ersten Blick, die dann auch hält, gibt es oft im Film, aber selten in der Realität. Ich schreibe den Leuten nichts vor, sondern ich hinterfrage nur: Sehnst du dich wirklich so sehr nach dieser einen Person? War es wirklich die oder der Richtige?

Wege zur Psychotherapie: Wo gibt es Hilfe?

Oder hat man in der anderen Person doch mehr gesehen, als da wirklich war? Echt wahr — das funktioniert! Positiv die Angst durchbrechen "Meine Therapeutin hat mir dazu geraten, meine angsterfüllten Gedanken mit positiven Gedanken zu unterbrechen, zum Beispiel 'Was wäre, wenn diese Sache funktionieren würde?

Es reicht, neugierig zu sein "Mein Therapeut hat mir heute etwas gesagt, das mein Leben verändern wird. Er sagte: 'Du musst nicht hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Es reicht völlig, wenn du einfach nur neugierig darauf bist, was da noch kommen wird. Mach es dir leichter "Ich habe meiner Therapeutin erzählt, dass ich morgens einfach nicht genug Energie habe, um mir ein Sandwich zu machen oder etwas zu kochen.

Also lasse ich es. Und sie so: 'Warum isst du die Komponenten von deinem Sandwich nicht einzeln? Du kannst einfach eine Handvoll Käse und etwas Aufschnitt essen.

Wege zur Psychotherapie: Wo gibt es Hilfe?

Dann brauchst du kein Sandwich machen. Beziehungen wie einen Stummfilm betrachten "Ich habe heute einen echt coolen Tipp von meinem Therapeuten bekommen. Vielleicht kommt der Eindruck auf, nicht verstanden zu werden. Eine Atmosphäre, in der du spiegelst was du beobachtest und Mitgefühl zeigst, kann dem Betroffenen manchmal mehr helfen, als direkte Ratschläge.

Achte auch beim wertfreien Zuhören auf deine Grenzen. Vielleicht hilft es, diese Gespräche bewusst zu planen und womöglich zeitlich zu begrenzen. Niemand sagt, dass du immer nur zuhören und wertfrei sein musst. Bei dieser Hoffnungslosigkeit hilft es, wenn du die Initiative ergreifst und den depressiven Partner auf externe Hilfsangebote hinweist.

Das können eine Therapie, Selbsthilfegruppen oder ein passendes Online-Therapieprogramm sein. Alle Infos findest du auch in unserem Artikel: Wie finde ich einen Psychotherapieplatz. Vielleicht kannst du Anrufe bei Therapeuten unterstützen, indem du passende Angebote suchst und den Anruf gemeinsam mit dem Betroffenen vorbereitest. Nimm deinem Partner jedoch auch nicht alles ab.

Die wichtigen Dinge im eigenen Leben noch selbst zu meistern, stärkt ein Gefühl von Kontrolle und Selbstwert. Erinnere deinen Partner oder deine Partnerin daran, dass Depression eine gut behandelbare Krankheit ist. Wie jede andere Krankheit wird auch sie vorübergehen. Mache Mut, indem du betonst, dass die belastenden Symptome zum Krankheitsbild gehören — jedoch nicht zur Persönlichkeit der geliebten Person.

Auch wenn die Aktivitäten deinen Partner vielleicht gerade nicht sofort glücklich machen, hilft es doch, schöne Aktivitäten wieder zu entdecken. Eigene Grenzen im Umgang mit dem depressiven Partner wahrnehmen Als Partner oder Partnerin einer depressiven Person kann es passieren, dass du deine eigenen Interessen immer wieder zurückstellst und viel deiner eigenen Energie abgibst.

Das kann mit der Zeit zu Überlastung und Erschöpfung führen. Der anderen Seite der Medaille, den Begleiterscheinungen der Psychotherapie, wurde lange Zeit wenig Beachtung geschenkt. Bisher gibt es dazu wenig Forschung. Je nach Erhebungsmethode und Art der Behandlung treten schätzungsweise bei drei Prozent bis nahezu Prozent der Patienten im Verlauf einer Psychotherapie Nebenwirkungen auf.

Jedoch ist diese andere Seite der Medaille oft gar nicht so schlimm. Meist trifft hier der Vergleich mit einer eiternden Wunde gleich psychische Störung zu: Solange diese eitert, kann sie nicht heilen. Nebenwirkungen einer Psychotherapie können leider nicht so einfach definiert werden wie bei Medikamenten, wo sich chemisch bedingt Haupt- und Nebenwirkung klarer unterscheiden lassen.

Über Risiken und Nebenwirkungen einer Psychotherapie |

Bei einer Psychotherapie interagieren zwei Individuen miteinander: Der Therapeut fragt, und der Patient antwortet, er öffnet sich. Dabei agieren sie verbal und nonverbal, durch Gesten, Schweigen, Blicke. Gemeinsam erarbeiten sie ein Ziel und versuchen, es zu erreichen. Dafür braucht es eine tragfähige emotionale Bindung zwischen Patient und Therapeut.

Laut Definition der RINEPS-Arbeitsgruppe Risiken und Nebenwirkungen der Psychotherapie sind Nebenwirkungen Ereignisse, die 1. Wenn ein Ereignis auftritt, muss als Erstes geklärt werden, ob es sich um ein unerwünschtes Ereignis, wie etwa die Trennung vom Partner, oder ein erwünschtes Ereignis handelt, zum Beispiel mehr Lust und Leidenschaft.

Unerwünscht ist alles, was problematisch wäre, wenn es auch anders ginge. Eine Trennung mag unvermeidlich sein, ja, sie kann sogar im Verlauf einer Therapie zum Ziel werden und den Patienten letztlich erleichtern — so wie bei Frau D. Dennoch wäre dieses therapeutische Vorgehen problematisch, wenn es eine Alternative gäbe, welche die Patientin und ihren Partner glücklich machen würde.

Bei einem unerwünschten Ereignis gilt es im zweiten Schritt zu klären, ob dieses durch die Psychotherapie verursacht wurde oder ob dies unabhängig davon eingetreten ist. Selbstverständlich belastet etwa eine Kündigung oder der Tod eines nahestehenden Menschen den Patienten unabhängig von der Behandlung. Bei einem durch die Therapie verursachten unerwünschten Ereignis gilt es im dritten Schritt zu klären, ob die Psychotherapie korrekt und fachgerecht durchgeführt wurde oder ob ein Kunstfehler vorliegt und sich der Therapeut unethisch verhalten hat.

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, denn Nebenwirkungen sind keine Therapiefehler, werden jedoch oft gleichgesetzt. Kunstfehler sind eindeutige Kennzeichen einer schlechten therapeutischen Behandlung, die haftungs- oder sogar strafrechtlich zu ahnden sind: Wenn Therapeuten beispielsweise Drogen einsetzen oder körperlich, beziehungsweise sexuell übergriffig werden.

Negative Effekte hingegen treten auch bei korrekt durchgeführten Behandlungen auf. Jahrestag des Tods von Robert Enke Die sieben häufigsten Irrtümer über Depressionen Wenn Patienten in der Therapie zum Beispiel lernen, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und sich besser abzugrenzen, können sie durch ihr verändertes Verhalten Konflikte mit Familienmitgliedern, Partnern, Freunden oder Kollegen provozieren — weil sie nicht mehr deren Erwartungen entsprechen und mit alten Rollenmustern brechen.