Trump psychologen
April verlässt sein Berater für Inlandsicherheit, Tom Bossert das Weisse Haus, nur einen Tag nach dem Amtsantritt von Trumps neuem Berater für nationale Sicherheit, John Bolton. Bossert wurde im Weissen Haus dem Umfeld von Trumps Stabschef John Kelly zugeordnet, dessen Einfluss auf den Präsidenten als geschwächt gilt. Bild: Imago Zum anderen sind viele erfolgreiche Persönlichkeiten - ob in der Wirtschaft oder der Politik - ans Pathologische grenzend narzisstisch; daraus kann sich eine starke Leistungsmotivation ergeben.
Psychologie: Trump ist fast überall fast einzigartig
Per Ferndiagnose entmündigt werden sie dennoch nicht. Natürlich wirkt Donald Trump bisweilen verhaltensauffällig. Doch in den Augen konservativer Amerikaner ist auch Hillary Clinton eine krankhafte Lügnerin und Narzisstin. Unter den amerikanischen Präsidenten wäre Trump zudem in guter Gesellschaft: Eine Untersuchung der Duke University aller 37 Präsidenten bis zeigte , dass die Hälfte der Staatsoberhäupter an psychischen Krankheiten litt.
Abraham Lincoln litt unter schweren Depressionen, Theodore Roosevelt unter bipolarer Störung, Alzheimer setzte Ronald Reagan offenbar schon während seiner Zeit im Weissen Haus zu. Unklar ist zudem, inwiefern Trump nur eine Rolle spielt. Trump in seinen Worten und Taten an den Tag legt, es für ihn unmöglich macht, sicher das Präsidentenamt auszuführen.
Analyse Designierter US-Präsident Die Psycho-Tricks des Donald Trump - wie er mit jedem von uns spielt Ich ziehe es vor, dass die Öffentlichkeit ihre eigenen Schlussfolgerungen zieht. Laut Diamond beinhalte eine narzisstische Psyche, "ein grandioses, aufgeblasenes Gefühl von Selbstgefälligkeit, ein obsessiver Drang nach Bewunderung und Schmeichelei, die Beschäftigung mit Fantasien unbegrenzten Erfolgs, Macht und Omnipotenz.
Er fügte hinzu: "Es geht nicht darum, dass er so schlimm wie Hitler ist oder dass er Hitler gleichgestellt ist. Trump stellt sich am 3. Im Fall Trump sei das Gefühl weit verbreitet, dass mit ihm psychisch irgendetwas nicht stimmt. Da sei es geradezu die Pflicht der Psychiater, den Menschen mit ihrer Expertise Erklärungshilfen anzubieten. Und auch der Psychiater Leonard Glass erklärt: "Wir sind die einzige medizinische Fachdisziplin, für die ein solcher Maulkorb gilt.
Die Herausgeber betonen, es könne nur um die Beurteilung von Trumps Verhalten in der Öffentlichkeit gehen, nicht hingegen darum, ihm eine bestimmte Geisteskrankheit zu attestieren. Trotzdem prasseln die Diagnosen in dem Buch auf Trump nur so ein: Die meisten der selbst ernannten Gutachter favorisieren die "narzisstische Persönlichkeitsstörung", andere gehen noch weiter und glauben, Anzeichen von "bösartigem Narzissmus" zu erkennen.
Aber auch die "dissoziale Persönlichkeitsstörung" steht hoch im Kurs. Dodes hält Trump für einen Soziopathen, Michael Tansey aus Chicago bringt die "wahnhafte Störung" als mögliche Diagnose ins Spiel. Und dann gibt es natürlich noch jene, die Trump für aufmerksamkeitsgestört erklären oder bei ihm eine beginnende Demenz zu erkennen glauben. Nur: Welcher Natur seine Störung eigentlich ist, das wissen sie auch nicht genau.
Es scheint, dass der US-Präsident an mehr als nur einer Geisteskrankheit leidet. Zahlreiche US-Präsidenten litten unter Symptomen seelischer Störungen. Bei einer retrospektiven Analyse kamen Forscher im Jahr zu dem Schluss, dass rund ein Viertel von 37 betrachteten US-Präsidenten Symptome zeigte, die eine seelische Erkrankung nahelegen. Abraham Lincoln zum Beispiel weinte in der Öffentlichkeit, und Theodore Roosevelt war berühmt für seine manischen Tiraden.
Psychologen nennen Trump in Dokumentarfilm "bösartigen Narzissten"
Bei John F. Kennedy konnten die Autoren der Studie zwar keinen unmittelbaren Hinweis auf eine seelische Störung finden, doch stand er oft unter dem Einfluss psychoaktiver Medikamente. Alle drei waren zweifellos erfolgreiche Präsidenten. Bei Trump aber ist es irgendwie anders; und die Autoren mühen sich damit ab zu definieren, worin denn der Unterschied liegen könnte.
Immer wieder kommen sie auf die Frage zurück, ob Trump wohl all die Lügen, die er verbreitet, selbst glaubt; ob er ein gerissener Publicityprofi oder ein geistig gestörter Besessener ist; ob er mutwillig Menschen manipuliert oder nur wahnhaften Impulsen folgt.