Psychologie mann redet schlecht über andere
Wenn sie nicht mehr weiterwissen, sich in die Ecke gedrängt fühlen, reagieren Sie auch mal persönlich und verletzend. Sie gehen über Grenzen hinweg, die sie sonst einhalten. Das macht er in bestimmten Fällen unbewusst. Mehr zum Thema erfahren: Zum Artikel Wenn Ihr Mann andere verletzen muss, um sich selber besser zu fühlen, dann hat er ein massives Persönlichkeitsproblem.
Es ist für ihn an der Zeit, daran zu arbeiten. Hilfestellung können Sie geben, wenn Sie ihm seinen Wert zeigen, ihn aufwerten. Er hat gar keinen Grund, von sich selbst und schon gar nicht von Ihnen schlecht zu denken oder zu reden. Vermitteln Sie ihm das. Hoffentlich ist er einsichtig, wenn Sie ihn darauf ansprechen. Wahrscheinlich will er es im ersten Moment selber gar nicht wahrhaben, dass er Sie verletzt.
Er geht häufig davon aus, dass Sie doch wissen, dass er es nicht so meint. Indem man lästert, teilt man unterschwellig mit, dass man dem oder der Gesprächspartner:in vertraut, dass das Gesagte privat bleibt. Zuletzt kann Lästern aber auch einfach als kleines Entertainment des Alltags verstanden werden. Wir sind süchtig nach Sensation — nicht ohne Grund sind Boulevardblätter bis heute so erfolgreich.
Nice to Know: Sicher kennst du den Klatsch-Begriff. Bereits im Mittelalters trafen sich Frauen zum gemeinsamen Wäschewaschen und tauschten dabei Informationen aus. Wichtig an dieser Stelle zu sagen: Auch Männer lästern. Das ist keine weibliche Eigenschaft. Das sagt die Forschung über das Lästern Der Psychologe Dustin Wood von der Wake Forest University in North Carolina kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Menschen, die hinter dem Rücken reden, oft viele schlechte Eigenschaften und vor allem Probleme mit sich selbst haben.
Proband:innen, die in seinem Experiment viel lästerten, neigten eher zu Depressionen, Narzissmus und zu antisozialem Verhalten.
Mein Mann macht mich schlecht vor anderen – Harmonie in Beziehung und Partnerschaft
Diejenigen, die positiv über andere sprachen, fielen dagegen durch ein stabiles soziales Umfeld auf. Eine andere Studie der Universität Berkeley von zeigt dagegen, dass Lästern positive Nebeneffekte haben kann. So reduziert es negatives Verhalten. Mache Menschen werden beim Lästern auf negative Verhaltensweisen aufmerksam, kommen als Gruppe zu bestimmten Werten überein und nehmen diese an.
Die Autorinnen und Autoren sehen in Kränkungen die häufigste Ursache zwischenmenschlicher Probleme — bei Paaren, in Familien und unter Freunden. Andere geben Rat für den Umgang mit Beleidigungen am Arbeitsplatz, analysieren Demütigung und Beschämung als Mittel der Politik, beschreiben sogar Terror und Krieg als Kränkungsreaktionen. Was genau geschieht, bleibt oft schwer zu fassen.
Von "destruktiven Energien" ist die Rede, von "komplexen Emotionen", von Angriffen auf Ehre, Würde, Wert. Was ist es, was hier verletzt wird? Also diese Dinge, die wir notwendig brauchen, um uns im Kontakt mit einem anderen Menschen wohlzufühlen. Und die Kränkung zeigt: Da ist etwas in mir berührt, was sehr weh tut. Wir sind empört, dass der andere so mit uns umgeht.
Wir sind zum Teil traurig, weil wir nicht anerkannt oder vielleicht verlassen werden. Oft ist dabei nicht ganz klar, worin diese Bedrohung besteht. Sie geht aber — anders als bei Angst — mit einem tatsächlichen Schmerz einher. Daraus wiederum kann Scham resultieren. Denn wie soll man erklären, dass etwas schmerzt, das für andere oft gar nicht da ist?
Hinter dem Rücken reden: Tipps, wie du das Lästern unterbindest: wmn
Psychologen, Evolutionsbiologen, Verhaltensforscher und Sozialwissenschaftler weisen seit Jahren darauf hin, dass soziale Beziehungen für Menschen überlebenswichtig sind, dass sie ein elementares Bedürfnis nach Kooperation und Verbundenheit haben. Seit mehr als zwanzig Jahren erforscht er die neurobiologischen Grundlagen von Empathie und Motivation.
Und wenn wir dann erleben, dass andere auf uns schauen und uns wohlwollend akzeptieren, so wie wir sind. Wenn wir Anerkennung, Wertschätzung erfahren und dann zugehörig sind zu einer Gruppe. Wenn ich jemanden dadurch kränke, dass ich ihn unfair behandle bei der Verteilung von Ressourcen, dann reagieren die Ekelsysteme. Die Schmerzsysteme des menschlichen Gehirns reagieren nicht nur auf zugefügten körperlichen Schmerz, sondern auch auf soziale Ausgrenzung und Demütigung.
Nach einer Weile spielten die virtuellen Figuren allerdings allein. Im Blut von Menschen, die soziale Ablehnung erfahren, fanden Forscher zudem erhöhte Anteile entzündungsfördernder Botenstoffe, die Schmerzwahrnehmung weiter steigern. Und dann fange ich an zu leben und stelle fest: Es ist nicht der Fall. Und dann bin ich halt erstmal gekränkt.
Zwischen gesundem und übersteigertem Egoismus — und dessen Einfluss auf unsere individuelle Kränkbarkeit. Und dann ist es natürlich auch immer ein Verhältnis zwischen den Erwartungen und der Kränkung. Sie ist notwendig, um das Leben und seine Aufgaben überhaupt in Angriff zu nehmen. Kränkungen zu verarbeiten, will gelernt sein Kritisch allerdings wird es, wenn jemand nicht lernt, dass eben doch nie alles so läuft wie gedacht, dass man doch nie allen Anforderungen gewachsen ist.
Wenn jemand im sogenannten "primitiven Narzissmus" steckenbleibt, in der Wahrnehmung, dass, wenn nicht alles gut ist, offenbar alles schlecht sein muss. Wenn man nicht lernt, mit Kränkungen umzugehen. Aber dass die Anforderungen an das Kind so sind, dass es immer einen Entwicklungsanreiz darstellt. Nicht dass man sagt, wenn das Kind schreit und die Mama darf auf gar keinen Fall weggehen, obwohl ein Babysitter da ist.
Dann würde ich sagen, ist die optimale Frustration die, dass die Mama einfach geht. Dass das Kind diese Kränkung bewältigen kann und man sie ihm auch zumutet. Und diese Resilienz, diese Widerstandskraft erwerben wir dadurch, dass wir ein starkes inneres Selbst in uns haben. Und dieses starke innere Selbst erwerben Menschen als Kinder, nämlich in der Zeit, wo sie aufwachsen.
Sie sind kreativ, unterhaltsam und sorgen für besondere Erlebnisse. Problematisch wird es, wenn sie wenig Empathie haben. Unter anderem sind Narzissten geschickt darin, Gespräch immer wieder auf ihre Themen zu lenken. Es muss immer nach ihren Wünschen gehen: Viele Partner von Narzisstinnen fühlen sich nicht nur nicht gesehen, sondern fremdbestimmt, da ihre Partnerin gerne möglichst alles bestimmt.
Widersprechen sie ihr, drohen Nichtbeachtung oder Ablehnung. Er muss immer der Bessere sein: Extreme Narzissten schenken besonderen Eigenschaften, Fähigkeiten oder Erfolgen ihrer Partnerin oft wenig Beachtung, da sie nicht gut damit zurechtkommen, wenn andere etwas besser können als sie selbst. Kritik ist unmöglich: Kritisiert man eine Narzisstin, kann man damit rechnen, dass sie gekränkt, beleidigt oder verärgert ist.
Sie wird sich wahrscheinlich rechtfertigen oder zum Gegenangriff übergehen. Das führt dazu, dass man als Partner irgendwann keine Lust mehr hat, Kritik anzusprechen. So stauen sich die Probleme an.
Narzissmus
Man muss Abstand wahren: Narzissten meiden echte Nähe und sprechen ungern über Gefühle. Ihre Angst, sich schwach zu zeigen, verbergen sie hinter einer distanzierten Art. Als Partnerin ist das unzufriedenstellend. Es fehlt an Geborgenheit und Intimität. Sie ist unehrlich: Affären und flüchtige sexuelle Bekanntschaften sind für Narzisstinnen ein Weg, sich Bestätigung zu suchen.
Dies wird nicht nur problematisch, wenn es um das Thema Treue geht. Man fühlt sich ausgenutzt: Im Extremfall sehen Narzissten ihre Partnerin nicht als eigenständigen Menschen mit eignen Wünschen und Bedürfnissen, sondern als Objekt zur Befriedigung ihrer eigenen Ziele.
Das gekränkte Ich
Sie nutzen ihre Attraktivität zur Aufwertung ihres Selbst, ihre gesellschaftliche Stellung zum Erreichen beruflicher Ziele oder gebrauchen sie für ihre sexuellen Wünsche. Allerdings sind nicht alle Narzisstinnen und Narzissten persönlichkeitsgestört und es gibt durchaus Konstellationen, die funktionieren können. Einerseits beispielsweise Paare mit zwei narzisstischen Menschen — die Partner werten sich dann quasi gegenseitig auf.
Andererseits können sich eher selbstunsichere Partnerinnen bei Narzissten wohlfühlen. Die dominante Art von Narzisstinnen kann unsichere Personen entlasten, etwa weil sie ihnen Entscheidungen abnehmen kann. Wer die Eigenheiten des anderen akzeptiert, kann mitunter gut in einer Beziehung mit einer narzisstischen Person leben. Wenn man sich aber dauerhaft nicht wertgeschätzt und respektiert fühlt, wenn die eigenen Bedürfnisse nie erfüllt werden oder der Partner den eigenen Selbstwert gefährlich ankratzt, lohnt es, sich zu überlegen, ob man sich nicht trennen sollte.
Oft fällt dies schwer. Stattdessen richten sich die Kinder nach den Wünschen der Eltern, sie sind permanent damit beschäftigt, zu erspüren, wie es ihren Vätern und Müttern geht. Nur wenn sie sich nach ihnen richten, bekommen sie Aufmerksamkeit oder Zuwendung. Der Preis ist, dass sie im Extremfall keinen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen entwickeln.
So schreiben es Robert M. Während die Anpassung an die Bedürfnisse der Eltern im jüngeren Alter oft nicht direkt auffalle, komme es später zu Konflikten. Meistens dann, wenn die Kinder eigene Bedürfnisse und Themen entwickeln, weil sie weniger auf die Eltern fokussiert sind und mehr auf Gleichaltrige. Das erklären Pressmann und Donaldson-Pressmann unter anderem damit, dass die offensichtlichen Schwierigkeiten beginnen, wenn die Kinder wagen, ihren eigenen Willen zu entwickeln — und mit der Ablehnung der Eltern konfrontiert werden.
Ein weiteres typisches Merkmal narzisstischer Eltern sei das gelegentliche Überschütten der Kinder mit Aufmerksamkeit. Diese für das Kind unvorhersehbaren Situationen binden es umso stärker an die Eltern. Auch weil es das Vertrauen in sich selbst verliert, da es nicht nachvollziehen kann, wann es Zuwendung bekommt und wann nicht. Andere Autoren betonen, dass es Narzissten und Narzisstinnen in der Beziehung zu ihren Kindern meist nicht um diese gehe, sondern um sich selbst, um die eigene Anerkennung, Bestätigung oder Spiegelung.