Psychologie aggressiv durch streicheln

Dass das sogar ganz wörtlich zu nehmen ist, haben Wissenschaftler in Studien inzwischen auch bestätigt. Viele überkommt es beim Anblick eines niedlichen Geschöpfs einfach: Im Rausch der Emotionen ballen sie die Fäuste, pressen die Zähne aufeinander und wollen das niedliche Ding am liebsten zerquetschen oder gar auffressen.

Wer diese Reaktion an sich selbst schon einmal beobachtet hat, muss sich jedoch nicht sorgen: Es handelt sich dabei nicht um einen tatsächlichen Blutrausch, sondern um eine völlig gesunde Reaktion des Körpers auf sehr starke positive Emotionen. Die bringen das Gefühlsleben derart in Ungleichgewicht, dass der Körper mit einer Art Übersprunghandlung reagiert: Das Gehirn münzt die "überschüssigen" positiven Gefühle sozusagen in Aggression um.

Der Versuchsaufbau der Yale-Studie war denkbar einfach: Den Testpersonen wurde Luftpolsterfolie in die Hand gegeben. Da können sie machen, was sie wollen. Glaubt man Experten, genügt es für den Wohlfühleffekt aber schon, dass die Tiere einfach nur im Raum sind. Aber womöglich verlaufen Streitgespräche etwas weniger aggressiv, wenn einem dabei ein Felltiger um die Beine streicht.

Noch stärker ist der Wellness-Effekt freilich, wenn man die Tiere berühren darf. Wer ein Tier streichelt — egal ob Hund, Katze, Maus oder Meerschweinchen —, entspannt sich. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb so viele Menschen hierzulande ihr Haus und ihr Herz für Tiere öffnen: Mehr als 34 Millionen Haustiere leben in Deutschland, knapp 15 Millionen davon sind Katzen, 9,4 Millionen Hunde.

Und das, obwohl die Viecher haaren, sabbern, gelegentlich streng riechen — und die Haltung nicht gerade günstig ist. Rund Euro gibt etwa ein Hundebesitzer pro Jahr für sein Tier aus. Darin enthalten sind Steuern, Futter und Tierarztbesuche. Doch was spielt Geld für eine Rolle, wenn der Golden Retriever einen Ball anschleppt und spielen will?

Dann haben Haustiere ihre Mission erfüllt. Sie brauchen Zuwendung und schenken dafür bedingungslose Liebe. Und werden oft zum besten Freund. Mitten in der Stadt, mitten in der Rushhour des Lebens. Doch dann fanden sie Molly, einen flauschigen Zwergpudel. Auch im Büro ist Molly Thema, die Architektin nimmt den Zwergpudel zur Arbeit mit. Molly sitzt dann bei ihr in einem Körbchen im Büro.

Wenn die Hündin den Kopf schief legt, möchte man ihr auf der Stelle einen Hundekuchen backen.

Warum sagen die mir sowas? (Liebe, Liebe und Beziehung, Psychologie)

Und sie braucht Bewegung: Mehrmals am Tag geht Buchholz mit dem Hund spazieren. Dass Bewegung den Körper fit hält, ist unumstritten. Wissenschaftlern zufolge sollten wir jede Woche mindestens Minuten aktiv sein, dann erzielen wir einen positiven Effekt auf unser Herz-Kreislauf-System. Dabei muss es gar nicht harter Sport sein. Zügiges Spazierengehen genügt bereits.

Hundebesitzer erreichen diese Minuten meist mühelos.

Nie mehr ohne Hund: So schützt das Haustier Körper und Psyche

Denn ein Hund motiviert zum Gassigehen, auch bei Schietwetter. Im Clip: Wombats streicheln - ein Traum-Job? Wahre Profis im Auslösen von Cute Aggression: Baby-Robben. Laut Stavropoulos könnte die " C ute Agg ression" eine Art evolutionäre Anpassung sein. Sie soll uns wieder abkühlen und verhindern, dass wir uns vor lauter Gefühlsüberschwang nicht mehr um hilfsbedürftige kleine Wesen kümmern können und ihnen so vielleicht schaden.

Niedliche Tiere gegen Rassismus im Netz. Passende Videos. Niedliche Tiere zählen: So geht Inventur im Zoo Min. Niedlichkeits-Alarm: Die Seekuh Min. Bildgeschichte: Affe adoptiert Tiger Min. Tiercam nachts im Zoo Min. So ähnlich kann es auch Katzen gehen: Wenn Du auf der Couch sitzt, deine Lieblingsserie schaust und dabei deine Katze streichelst, dann merkst Du vielleicht gar nicht richtig, wenn es dem Tier zu viel zu werden droht.

Nur durch Aufmerksamkeit können wir mitbekommen, wenn bei einer Katze plötzlich die Stimmung umschlägt. Ein erstes Anzeichen ist, wenn die Katze aufgeregt mit dem Schwanz hin und her peitscht.

Hundepsychologie: artgerechter: gewaltfreier: Umgang mit Hunden

Wichtig: Wisse, wo und auf welche Weise deine Katze berührt werden mag. Wisse ebenfalls, wie lange sie es akzeptiert, an dieser Stelle berührt zu werden. Um das herauszufinden, hilft folgender Trick: Streichele deine Katze mit deinem Zeigefinger — nur mit dem Zeigefinger, nicht mehr! Oft ist dies die Stelle unterhalb des Kinns von Katzen.

Der Vorteil dieser Annäherung: Die Katze bekommt durch diese sehr sanfte Annäherung an sie den Eindruck, dass sie selbst entscheiden kann, wo und wie sie berührt werden möchte. Manche Katzen werden fast den ganzen Tag lang angefasst — insbesondere, wenn kleine Kinder mit im Haushalt leben. Dadurch stehen sie fast immer unter einer gewissen Spannung.

Wie bei einem Luftballon dauert es dann eine Weile, bis sie platzen. So kann es für uns leider so aussehen, als ob eine Katze vollkommen grundlos aggressiv wird, wenn man sie streichelt.