Negative nachrichten psychologie
»Negative Nachrichtflut führt dazu, dass sich Menschen nicht mehr beteiligen«
Mögliche Folgen können nach Ansicht von Forschenden sein: Mangel an politischem Wissen, Rückzug und Apathie. Für die neue Studie zeigten die Forschenden etwa 1. Dabei wurden Puls und Hautleitfähigkeit der Teilnehmenden gemessen - beides lässt Rückschlüsse auf die Erregung eines Menschen zu. Es zeigte sich, dass schlechte Nachrichten für deutlich mehr Körperreaktionen sorgten - und zwar bei Menschen aller Nationalitäten.
Das Ergebnis: 79 Prozent der Teilnehmer änderten ihre Meinung, wenn die Wahrscheinlichkeit eines negativen Ereignisses geringer war, als sie bisher angenommen hatten. Umgekehrt blieben sie aber eher bei ihrer optimistischen Einstellung. War die Wahrscheinlichkeit beispielsweise an Krebs zu sterben jedoch höher als von den Probanden angenommen, behielten sie ihren Optimismus bei.
Die Psychologen weisen in dem Artikel auch auf die gesellschaftlichen Folgen hin, die ein solches Verhalten mit sich bringt. Es führe dazu, dass Menschen es beispielsweise auch mit der Verhütung oder dem Sparen für die Rente nicht ganz so ernst nähmen, schreiben die Experten. Zum Inhalt springen. Brita Ytre-Arne, Hallvard Moe: Doomscrolling, Monitoring and Avoiding: News Use in COVID Pandemic Lockdown.
Journalism Studies, Kathryn Buchanan u. Plos One, Von Susanne Ackermann. Nicht für jeden gut Doch das gelingt nicht jeder oder jedem gleich gut, darauf gibt eine weitere Studie zum Phänomen doomscrolling einen ersten Hinweis: Diejenigen der 64 untersuchten jungen Erwachsenen, die Symptome einer Depression oder einer posttraumatischen Belastungsstörung zeigten, gaben an, dass das dauernde Checken von Nachrichten zu Beginn des Lockdowns in den USA ihr Wohlbefinden deutlich verschlechterte.
Gefühl von Kontrolle Diese Art der Suche nach Informationen ist also ein zweischneidiges Schwert. Literatur Matthew Price u.
Psychologie: Menschen ignorieren schlechte Nachrichten: DER SPIEGEL
Artikel zum Thema Gesellschaft. Wo haben wir nur unseren Kopf. Keine leichten Zeiten für unsere Konzentration: Die digitale Ära überflutet uns mit Reizen und zwingt uns zum Multitasking. Wie können wir unsere Aufmerksamkeit…. So viele Nachrichten, OMG! Aber die Empfänger von schlechten Nachrichten sehen dies ganz anders und wollen sie sofort ohne lange Ausführungen und wohlmeinende Worte hören, wie diese Befunde zeigen.
Obwohl die Abpufferung, wenn es um schlechte Nachrichten geht, fast immer eine schlechte Idee ist, gibt es Fälle, in denen es richtig sein kann — notwendig sogar, erklärt Manning. Wenn man versucht, eine überzeugende Argumentation aufzubauen, um eine festgefahrene Meinung zu ändern, kann eine strategischer Aufbau eine integrale Rolle spielen.
Die Glaubenssysteme der Menschen sind dort am starrsten, wo sie am empfindlichsten sind, sagte er. Also jede Nachricht, die deren Glaubenssystem, ihre Ego-Identität betrifft, sollte gepuffert werden.