Psychologie fleischesser veganer
Obwohl einzelne Veganer oder Fleischesser zu allen verschiedenen politischen Spektren gehören können, zeigen neue Entwicklungen politische Muster hinter Ernährungsweisen. Fleischesser neigen dazu eher konservativ und traditionell zu sein. Dies ist zum Teil zurückzuführen auf die gleiche vorherrschende soziale Orientierung von Fleischessern und politisch Konservativen: die Vorstellung einer natürlichen Klassenordnung.
Trotzdem gibt es einige Ausnahmen, etwa die veganen Neo-Nazis oder extrem rechte vegane Politiker in Indien. Wie unsere Entscheidungen den Klimawandel und wirtschaftliche Gerechtigkeit beeinflussen können, ruft bei vielen Menschen soziale und umweltpolitische Ängste hervor.
Psychologin über Fleischkonsum: Für eine Verhaltensänderung braucht es positive Anreize
Es entstehen mehr Gedanken zu Moralvorstellungen und sozialer Verantwortlichkeit. In der Vorstellung sich wohlzufühlen und die Kontrolle zu haben, herrscht die Pflicht sich selbst zu erfinden. Dieser Text wurde aus dem Englischen Übersetzt. Das Original findet ihr hier. Dieser Artikel erschien bei Business Insider bereits im Oktober Er wurde nun erneut geprüft und aktualisiert.
Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier. Warum Veganer nicht die Welt retten und ausgerechnet Kühe eine Chance auf besseren Klimaschutz bieten. Lebensmittel: Das sind die vier besten Vitamin BQuellen für Veganer. Diese veganen Lebensmittel stecken voller Protein. Die hinter dem Karnismus liegende Ideologie machen sich die meisten Menschen nicht bewusst.
Die Ideologie konnte unter anderem deshalb so gut im Verborgenen bleiben, weil sie bislang keinen Namen hatte.
Warum hassen Fleischesser die Veganer so sehr?
Wenn wir für etwas kein Wort haben, können wir nur schwer darüber nachdenken, darüber sprechen, es in Frage stellen oder kritisch betrachten. Diese Verborgenheit sorgt auch dafür, dass Fleischessen eher als gegeben anstatt als eine Wahl betrachtet wird. Zu dieser Verborgenheit kommt hinzu, dass man die Opfer des Karnismus nicht sieht. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres wurden laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes 20 Millionen Tonnen Fleisch in Deutschland produziert.
Allein die Wortwahl zeigt bereits die Verborgenheit: Wir reden von Fleischproduktion und vermeiden es dabei meistens, von Tieren zu reden, über Individuen, vielleicht über »Lisa«. Wir erwähnen oft nicht die Anzahl der getöteten Tiere, sondern lieber die Summe ihres Gewichts. In Deutschland kommen auf Einwohner Kühe, Schweine und Hühner.
Wie viele Tiere sehen Sie davon an einem Tag? Wie viele haben Sie bisher in Ihrem gesamten Leben gesehen? Andere Perspektive: Wie viele Menschen sehen Sie täglich, wenn Sie das Haus verlassen? Und in Deutschland gibt es fast doppelt so viele »Nutztiere« wie Menschen. Wo sind also diese Tiere? Ihre Körperteile sehen wir praktisch überall, wo wir hingehen, sei es beim Einkaufen, im Restaurant, beim Essen oder an der Imbissbude um die Ecke.
Wieso sehen wir diese Tiere bis auf wenige Ausnahmen niemals lebendig? Wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen sollen. Sehen wir uns diese drei Ns des Karnismus einmal genauer an:. Die karnistischen Normen sind so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass wir kaum etwas anderes als »normal« empfinden können.
Karnismus: die Psychologie des Fleischkonsums
Stellen Sie sich wieder die Szene vor, bei der Sie bei Freunden eingeladen sind und der Gastgeber Ihnen gerade erzählte, dass Sie Golden Retriever essen und Sie das aber nicht möchten. Er sagt Ihnen: »Du musst dich nicht schlecht fühlen, der Hund hatte ein schönes Leben. Er konnte frei herumlaufen und spielen und konnte Freundschaften zu anderen Hunden aufbauen, bevor er mit sechs Monaten getötet wurde.
Doch viele Studien zeigten auch, dass Menschen einen emotionalen und ethischen Konflikt spüren, wenn es um Fleischkonsum geht. Um diesen inneren Konflikt auszuhalten, griffen Menschen auf verschiedene Tricks zurück. Auch der Irrglaube über die gesundheitliche Notwendigkeit sei eine psychologische Stütze. Dies ist bekannt als das Fleisch-Paradoxon. In einer weiteren Studie wurde festgestellt, dass die meisten Menschen es für angebrachter hielten, Tiere zum Verzehr zu töten, wenn sie davon ausgingen, dass diese geringere mentale Fähigkeiten haben.
Umgekehrt sprachen die Studienteilnehmer Tieren geringere mentale Fähigkeiten zu, wenn ihnen gesagt wurde, dass diese Tiere gegessen werden. Eine andere Studie kam zu dem Schluss, dass Menschen, die eine Beschreibung von einem exotischen Tier lasen, dieses als weniger sympathisch und leidensfähig einstuften, wenn ihnen gesagt wurde, dass das Tier in der Region gegessen werde.
Eine weitere Strategie, mit dem inneren Konflikt umzugehen, ist es, Überlegungen zur Herkunft und Herstellung von tierischen Produkten auszublenden. Fleischhaltiges Essen Karnismus von englisch carnism zu lateinisch caro [ Gen. Kategorien : Tierrechte Diskriminierung Ernährungsweise. Navigationsmenü Meine Werkzeuge Nicht angemeldet Diskussionsseite Beiträge Benutzerkonto erstellen Anmelden.